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Schulamtsleiter, Rektoren, Lehrer und Eltern diskutieren mit Peter Hofelich zur aktuellen Situation an den Schulen im Kreis

Wie ist die Situation an den Schulen im Kreis Göppingen wenige Wochen nach Schuljahresbeginn? Dazu hat Schulamtsleiter Jörg Hofrichter auf Einladung des Göppinger Landtagsabgeordneten Peter Hofelich (SPD) beim jüngsten Schulstammtisch im Roth-Carrée Einblicke gegeben. Gemeinsam mit Rektoren, Lehrern und Eltern wurden außerdem aktuelle Belange der Schulpolitik diskutiert – von Lehrermangel bis zum Investitionsstau gebe es auch im neuen Schuljahr viele Herausforderungen an den Schulen im Kreis, waren sich die Diskutierenden einig.

Der Leiter des staatlichen Schulamtes Göppingen Jörg Hofrichter betonte, es gebe „einen leichten Anstieg bei den Schülerzahlen“. Dabei stabilisierten sich die einzelnen Schulstandorte – besonders bei den Gemeinschaftsschulen könne man eine gute Entwicklung verzeichnen, meinte der Schulamtsleiter mit Blick auf die ersten Abschlussprüfungen: „Da haben wir jetzt schon hervorragende Erfolge“. An den Gemeinschaftsschulen gebe es zudem eine leichte Steigerung bei den Anmeldungen. Weiterhin brenzlig sei die Lehrerversorgung im Schulamtsbezirk, machte Hofrichter deutlich. Denn oft sei es schwierig, Bewerberinnen und Bewerber für offene Stellen zu gewinnen, zumal es im ganzen Land an Lehrern mangele. Auch seien wohnort- oder studienortnahe Arbeitsplätze in den Großstädten und ihrem unmittelbaren Umland für viele Bewerber attraktiver. Hinsichtlich des Lehrermangels verwies Hofelich auch auf den von Grün-Schwarz betriebenen Abbau von über eintausend Lehrerstellen, was die Situation zusätzlich verschärfe. Mancherorts sei es nicht mehr möglich, freigewordene Rektorenstellen schnell neu zu besetzen. Helfen soll nun ein Schulleiterstärkungskonzept, das Rektorinnen und Rektoren besser unterstützen wird. „Es geht um eine Stärkung der Schulleiter“, sagte Hofrichter.

Neben der Stärkung von Schulleitern durch Entlastungen oder auch Zulagen sei es wichtig, mehr in die Schulen zu investieren, unterstrich Peter Hofelich. Deshalb sei es zwar richtig, dass die Landesregierung auch auf Druck der Landtags-SPD 150 Millionen Euro zur Verfügung stelle. „Wir sehen aber einen Investitionsbedarf von 500 Millionen Euro“, betonte der Göppinger Abgeordnete, der auch finanzpolitischer Sprecher seiner Fraktion ist. Auch an Schulen im Kreis Göppingen gebe es dringenden Investitionsbedarf, meinte die Göppinger Gesamtelternbeirats-Vorsitzende Stephanie Hansert-Schupp. „Es gibt Schulen, die etwa in den Toilettenräumen verheerende Zustände haben“, sagte die Göppinger Gemeinderätin Heidrun Schellong, und auch beim Hohenstaufen-Gymnasium sei eine rasche Sanierung dringend notwendig – umso wichtiger seien neue Investitionen. „Diese Mittel sollten bereitgestellt werden“, machte Hofelich deutlich. Die Digitalisierung unserer Schulen müsse damit einhergehen. Er begrüße dazu die Mittel des Bundes und erwarte eine Verstärkung durch das Land im anstehenden Nachtragshaushalt. „Wir können es uns nicht leisten, bei einem solchen Zukunftsthema zurückzufallen.“

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