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MdL Peter Hofelich begrüßt Korrektur der Montags-Vereinbarungen

Nach der Korrektur der jüngsten Bund-Länder-Vereinbarungen fordert der Göppinger Landtagsabgeordnete Peter Hofelich (SPD) eine kontrollierte und zu verantwortende mittelfristige Öffnungsperspektive im Land und damit auch im Kreis Göppingen. „Die Beschlüsse von Montagnacht haben bei vielen Bürgern Unverständnis ausgelöst. Insbesondere die fünftägige Osterruhe war rechtlich und wirtschaftlich nicht zu halten und entbehrte, etwa bei dem zu erwartenden Ansturm auf die Lebensmittelmärkte am Ostersamstag, auch der Logik“, betont Hofelich. Jetzt gelte es zunächst, in einer schwierigen Situation mit schnellen und wirksamen Lockdown-Maßnahmen eine weitere Hängepartie zu verhindern. Dafür sei bei den meisten Bürgern die Bereitschaft da. „Das landespolitisch Wichtigste: Wirksamer Gesundheitsschutz und gute Bildung für alle muss an unseren Schulen vorangebracht werden. Unsere Schulen und Kindergärten brauchen endlich verlässliche Perspektiven“.
 
Er persönlich hege auch Zweifel, ob die ausgesprochene Erwartung, keine Präsenz-Gottesdienste am höchsten Fest der Christenheit abzuhalten, dazu passt, dass es offenbar kaum Probleme gibt, auch an Ostern Bundesliga-Fußball zu spielen. „Und das sage ich als glühender Fußballanhänger“. „Von Mallorca ganz zu schweigen“, fügt er eine weitere Ungereimtheit hinzu. Es müsse nun rasch gelingen, die Infektionszahlen zu drücken, um den Betroffenen im Kreis Göppingen eine klare Öffnungsperspektive aufzuzeigen, fordert Hofelich: „Die meisten Mitbürger haben in den letzten Wochen klar ausgedrückt, lieber noch einmal schnell strengere Maßnahmen durchzustehen, um dann wieder öffnen zu können“, so der Abgeordnete. Auch für die Abgeordneten sei der Rat der Wissenschaft dabei wie bisher wichtig, „aber Wissenschaft ist mehr als Virologie, das muss uns auch ins Bewusstsein rücken“.

Für unsere Schulen gelte, dass es im Kreis so lange wie möglich Präsenzunterricht möglich bleibe. Dazu sei ein Stufenplan mit Wechselunterricht, geteilten Klassen, einer besseren technischen Ausstattung und guten Schutzmaßnahmen in den Klassenzimmern von größter Wichtigkeit, natürlich auch Fernunterricht als Alternative. Dazu müsse eine Anstrengung her, entstandene Lerndefizite wieder abzubauen. Auch mit einer guten Diagnostik. Für all das brauche es zunächst einmal mehr Personal, warum nicht auch mit Lehramtsanwärtern.

„Die vergangenen Monate waren in dieser Hinsicht kein Ruhmesblatt. Das muss sich ändern. Auch in der Übergangszeit zur neuen Landesregierung“, zeigt sich der Göppinger Abgeordnete überzeugt. Mit Blick auf die verständlichen Proteste von Handel und Gastronomie vor Ort sei zudem eine kontrollierte Öffnung wichtig, etwa bei der Außengastronomie. Hofelich weitete den Blick: „Neben der medizinisch-gesundheitlichen Krise wird auch die soziale Krise immer deutlicher. Sie wird nach und nach sichtbarer werden, auch wenn Corona durch Impfungen zurückgedrängt ist. Wir müssen das jetzt politisch endlich in den Blick nehmen.“

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