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Digitalisierung: Betriebsräte diskutieren zu beruflicher Weiterbildung im Kreis Göppingen

Beim Betriebs- und Personalrätestammtisch im SPD-Bürgerbüro im Roth-Carrée haben die Gäste vor wenigen Tagen auf Einladung des Abgeordneten Peter Hofelich gemeinsam mit dem Schulleiter der Gewerblichen Schule Göppingen, Jürgen Wittlinger, und dem Göppinger Landtagsabgeordneten über die Themen Weiterbildung und Qualifizierung im Kreis Göppingen diskutiert.

Hofelich hatte Wittlinger insbesondere deshalb eingeladen, weil aus seiner Sicht die Beruflichen Schulen über ihren Kernauftrag der beruflichen Erstausbildung hinaus auch zunehmend Aufgaben der Weiter- und Fortbildung erfüllen können. Gerade das kompetente und breit angelegte Zentrum in der Öde sei dazu prädestiniert. Wegen des digitalen Strukturwandels werde es immer wichtiger, Arbeitnehmer aus dem Beruf heraus weiter zu qualifizieren, betonte Wittlinger in seinem Vortrag. Dabei standen besonders die Möglichkeiten zur Weiterbildung und Qualifizierung im Kreis Göppingen im Mittelpunkt. So gebe es an der Gewerblichen Schule viele Angebote, um sich nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung weiter zu qualifizieren – etwa an den Fachschulen für Automatisierungs- oder Maschinentechnik zum Techniker sowie an den Meisterschulen für Metallbauer und Sägewerker. Zudem bestehen dort Kurse zur Ausbilder-Eignungsprüfung sowie zu SAP-Grundlagen. „Wir sind in Göppingen gut aufgestellt“, sagte der Schulleiter mit Blick auf die Angebote der Gewerblichen Schule – schließlich seien auch im hiesigen Kreis viele Beschäftigte vom Strukturwandel der Digitalisierung betroffen. Umso wichtiger seien deshalb Weiterbildungsangebote, die auf eine berufliche Erstausbildung aufbauen.

Peter Hofelich stellte heraus, die Frage, „wie der Strukturwandel durch Weiterbildung gelingen kann“, sei besonders im industriell geprägten Filstal von großer Bedeutung. Durch die Digitalisierung würden zwar viele neue Arbeitsplätze entstehen – diese müssten jedoch auch mit neu qualifizierten Arbeitnehmern besetzt werden. Um diese Zukunftsaufgabe meistern zu können, sei ein „Weiterbildungsfonds Digitalisierung“ nötig, wie ihn die Landtags-SPD beantragt hatte. „Kleine und mittlere Unternehmen und deren Angestellte brauchen auch hier vor Ort Unterstützung für die digitale Zukunft“, so Hofelich. Die Perspektive für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen liege deshalb bei der Weiterbildung auch auf lokaler Ebene. Neben dem Thema der beruflichen Bildung befassten sich die Betriebsräte auch mit der aktuellen Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Hofelich war sich mit den Betriebs- und Personalräten einig: Der Trend zur Höherqualifizierung sei gegeben. Das bedeute aber keinesfalls eine stetigere Akademisierung. Ronny Fischer und Rainer Maier wiesen darauf hin, dass es in vielen Betrieben ohnehin seit Jahren ein Ausbildungsdefizit gebe. Aziz Kizilhaga unterstrich, man müsse Anreize setzen, auch über den Bedarf hinaus auszubilden. Peter Hofelich schloss daraus: „Wir brauchen eine Hinwendung zur dualen Ausbildung. Sie eröffnet jungen Menschen, auch Abiturienten, solide Zukunftschancen.“

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