Mein Werdegang

„2018: Sommerferien im Westen der USA – natürlich auch im großartigen San Francisco mit seiner Skyline von der Golden Gate Bridge aus.“

Peter Hofelich, Mitglied des Landtages

„CV Peter Hofelich“

Peter Hofelich MdL

Diplom-Verwaltungswissenschaftler

 

Persönlich und beruflich:

 

Verheiratet mit Ingrid Katz-Hofelich, MA, zwei Kinder, Anna Helena und Sophie Emilia

Geboren am 16. Dezember 1952 in Eybach (heute Geislingen)

Eltern Alois und Lore Hofelich, zwei jüngere Geschwister, Rolf und Brigitte

Aufgewachsen in der elterlichen Gastwirtschaft und Metzgerei ‚zum Schwanen‘ in Salach

Volksschule mit dem Geburtsjahrgang 1953 in Salach seit 1959/60, dann Freihof-Gymnasium Göppingen math.-naturswiss. Zug, dort Abitur 1973

Bundeswehrgrundwehrdienst in Bruchsal und Ulm 1973/74

Studium ab Oktober 1974 in Konstanz, Arbeitsaufenthalt 76/77 in Bonn am BMFT, März 1980 Abschluss als Diplomverwaltungswissenschaftler

Studienaufenthalt in den USA in Berkeley, CA, und MIT/Cambridge, Mass.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter 1981-1983 an der Uni Konstanz

Seit 1984 Mitarbeiter der IBM Deutschland in Stuttgart

Seit 1988 Führungskraft

Seit 1993 Direktor

Seit 2001 Leitender Angestellter

Zum Jahresende 2004 aus den Diensten der IBM Deutschland ausgeschieden

Selbständiger Kommunikationsberater seit 2005 (u.a. Gast-Dozent an der Hochschule Aalen)

Seit Mai 2006 Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg, im Wahlkreis 10 Göppingen

2011 wiedergewählt als Mitglied des Landtages im Wahlkreis 10 Göppingen

2011 ehrenamtlicher Beauftragter für Mittelstand und Handwerk der Landesregierung von Baden-Württemberg

2015 Staatssekretär für Finanzen und Wirtschaft der Landesregierung (bis Mai 2016)

2016 wiedergewählt als Mitglied des Landtages im Wahlkreis 10 Göppingen

Seit 2016 Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für ‚Finanzen‘ und für ‚Europa & Internationales‘

Seit 2016 Vertreter der Fraktion in verschiedenen Landesaufgaben, u.a. Kuratorium Baden-Württemberg International, Kuratorium Steinbeis-Stiftung, Kuratorium Stiftung Schloss Solitude, Beirat Theaterhaus

 

 

Ehrenamtliche Aufgaben:

 

Klassensprecher, Schülerzeitungsredakteur, Fussball-Jugendtrainer, Soldatensprecher, Wohnheimsprecher in Schule, Verein, Bundeswehr und Hochschule 1964-1976

Eintritt in die SPD 1975 und dort u.a. Mitbegründer der Juso-Hochschulgruppe Konstanz, Stv. Vorsitzender der SPD Salach, Schriftführer im SPD-Kreisverband Göppingen, Präsident des Juso-Landesausschusses Baden-Württemberg, Mitglied im SPD-Landesvorstand, Vorsitzender der SPD Region Stuttgart, Stv. Vorsitzender der SPD Baden-Württemberg 1987-2009, Vorsitzender des SPD-Sportbeirates BW ( bis heute )

Mitglied des Gemeinderates der Gemeinde Salach von 1984 – 2015, Mitglied des Kreistages mit Unterbrechungen 1989 bis 2015, Mitglied der Regionalversammlung 1994 -2009 und dort Regional-Vizepräsident und AR-Vorsitzender der Wirtschaftsförderung GmbH

Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Göppingen seit 2007 (bis Heute), zeitweise Landesschatzmeister des DRK-Landesverbandes BW (bis 2015), Vorsitzender verschiedener DRK-Stiftungen

Mitglied im Stiftungsrat Haus Lindenhof

Mitglied im Kuratorium der Katholischen Akademie Hohenheim

Im Kuratorium der Staufer-Festspiele Göppingen

 

 

Private Engagements:

 

Mitglied bei der TSG Salach (seit Kindesbeinen) sowie zahlreichen Salacher Vereinen, beim VfB Stuttgart, beim Freundeskreis Frisch Auf Göppingen, bei Musik auf Schloss Filseck e.V., und verschiedenen weiteren Organisationen im Landkreis Göppingen.

Mitglied im Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung und im Förderkreis der Merz-Akademie

„Mein Werdegang aus meiner Sicht“

Geboren wurde ich am 16. Dezember 1952, einem Dienstag. Im Elternhaus meiner Mutter im malerischen Eybach. Meine Mutter Lore und mein Vater Alois Hofelich betrieben in Salach das Gasthaus und die Metzgerei „Zum Schwanen“. Das seit langem im Besitz der Familie Hofelich befindliche Geschäft forderte im ersten Nachkriegsjahrzehnt ganz besonderen Einsatz. Und so kam es, dass ich die ersten beiden Lebensjahre  bei den Großeltern Funk in Eybach blieb und die Eltern mich eben so oft wie möglich sahen und bei sich hatten. Bei meinen beiden jüngeren Geschwistern, meinem Bruder Rolf und meiner Schwester Brigitte, war es übrigens dann genauso. Noch heute fühle ich mich Eybach sehr verbunden.

Kindheit und Jugend ab 1955 in Salach prägten gleichwohl mein Leben. Aufregende Kindheitstage rund um die Metzgerei und die Wirtschaft. Eine glückliche Zeit in der Grundschule. Und dann die Chance für das Handwerkerkind auf das Gymnasium zu gehen. Das Freihof-Gymnasium und die gesamte Atmosphäre in der Stadt Göppingen waren etwas ganz Neues! Hervorragende Lehrer, tolle Kumpels ( reine Jungen-Klasse ! ), viele aufregende Treffpunkte. Als Fußballer blieb ich meiner TSG Salach verbunden. Aber die neue Beat-Musik in den Turnhallen und Clubs, die Riesen-Stimmung beim Handball in der neuen Hohenstaufenhalle und natürlich die Blicke zu den immer mehr interessierenden Mädchen - das war eben vor allem in der Stadt geboten.

<p>Die Kumpels, die mit mir Mitte der 60er ins Freihof-Gymnasium kamen, bei einem Klassentreffen. Und mitten drin der Wirt der „Fahnenschmiede“, unserer Stammgaststätte in Göppingen.</p>
Stammlokal in Göppingen

Mit dem Abitur 1973 endete nicht die Freundschaft zur 13c/73. Noch heute sehen wir uns so oft es geht und erlebten in den letzten Jahrzehnten vieles gemeinsam. Nach dem Bundeswehr-Grundwehrdienst in Ulm kam dann für mich der nächste Sprung ins Neue: das Studium an der neu gegründeten Reform-Universität Konstanz. Das Fach „Verwaltungswissenschaften“ gefiel mir, weil es Wirtschaft, Recht und Politik verband. Meine Abschlussnote gab mir die Chance, noch mehr zu wollen. Ein Studienaufenthalt in den USA schloss sich an: Berkeley in Kalifornien und das MIT in Massachusetts waren die Stationen. Eine Forschungsreise nach Nigeria kam später dazu. Und natürlich Forschungsarbeiten in Konstanz.

<p>Führungen auf der CEBIT in Hannover, mit dem damaligen Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Günther Oettinger</p>
Hannover Messe, IBM Stand

Mehr und mehr war mir aber klar, dass nicht die Wissenschaft, sondern die Industrie mein Berufsfeld sein sollte. Die IBM Deutschland zeigte Interesse - und eine aufregende Karriere begann ab 1984. Bereits 1988 wurde ich Manager einer kleinen Gruppe, arbeitete mit dem Team lange dem Firmenchef Hans-Olaf Henkel direkt zu, erhielt danach die eigenständige Verantwortung für Kommunikation und Politikkontakte, wagte aber auch schließlich den Sprung ins harte Geschäft des kaufmännischen Außendienstes und wurde Direktor im Vertrieb. Als ich Ende 2004 auf eigenen Wunsch ausschied, wusste ich, dass ich dem Weltunternehmen enorm viel zu verdanken habe.

Bereits 1970 hatte ich mit Freundinnen und Freunden die Schülerzeitschrift „Brennnessel“ am Freihof-Gymnasium gegründet. In der aufgewühlten Zeit der Willy Brandt-Jahre war auch ich, obwohl aus konservativem Elternhaus kommend, begeistert von der Aufbruchstimmung jener Zeit. 1975 trat ich konsequent in die SPD ein. Erste „Pöstchen“ bei den Jusos und im Ortsverein blieben nicht aus. Und ab den Neunzigern wurde die Verantwortung dann größer. Mitglied der Antragskommission, Beisitzer im Landesvorstand, Vorsitzender der SPD Region Stuttgart und dann der stellvertretende Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg. Von 1997 bis 2009 habe ich diese Führungsaufgabe bekleidet. Meine Stärke dabei: Bezug zur kommunalen Praxis und die SPD als Partei der Arbeitswelt positionieren. Mein besonderes Projekt war aber ‚die Region‘. Durch die Berufspraxis in der IBM, das Pendlerdasein und die emotionale Nähe zu Stuttgart und seinen Umland-Landkreisen wurde mir klar, dass dieser wirtschaftlich kraftstrotzende, aber auch strukturell empfindliche  ‚Mittlere Neckarraum‘ politisch gemeinsam organisiert gehört. Zur Gründung des Verbandes Region Stuttgart 1994 habe ich meinen bescheidenen Anteil beigetragen. Umso mehr betrübt es mich heute, dass die regionale Idee ihr Momentum verloren hat, die Wähler die wirklichen ‚Regionauten‘ nie belohnt haben  und die Regionalversammlung nicht mehr der Magnet für die neuen politischen Talente dieser Region ist. Die Region habe ich übrigens immer auch von der Kommune aufwärts verstanden. Als meine Vater 1984 aus dem Salacher Gemeinderat ausschied, habe ich auf dem vorletzten Listenplatz der SPD meinen Hut in den Ring geworfen und bin mit der höchsten Stimmenzahl meiner SPD-Liste in den Gemeinderat von Salach gewählt worden. Damals hatten wir 25 Prozent. 1989 war es schon die höchste Stimmenzahl aller Kandidaten und das blieb bis heute so. ‚Stimmenkönig‘ ist eine Verpflichtung. Kommunale Demokratie beginnt beim Stammtisch bei den Fischern oder beim Hasenverein, am Rande des Sportplatzes der TSG und beim Hallo im Edeka-Markt. . SPD-Fraktionsvorsitzender heißt, ‚das Boile nauszuheba‘. Wer mehr Wähleranteile als bei Bundes- und Landtagswahlen will, muss eine offene Liste und vor allem eine offene Einstellung haben. Knapp 40 Prozent Wählerstimmen bei der Gemeinderatswahl 2014 in Salach kann sich jedenfalls landesweit sehen lassen. Mein kommunalpolitisches Dasein wurde übrigens 2015 jäh und gestoppt, als mir das Staatsministerium 2015 mit dem eindeutigen Willen des Ministerpräsidenten bedeutete, auch ich müsse nun als Regierungsmitglied alle kommunalen Ämter ablegen. Wirklich eingesehen habe ich es nicht, aber der grüne und alles andere als selbstlose Druck war gewaltig … Aber 2019 kann ich ja nun wieder antreten. Der Ehrgeiz und die Freude sind jedenfalls da

Besuchergruppe der SPD im Landtag - Führung Peter Hofelich

Handwerkskammerbesuch in Brüssel
Handwerkskammerbesuch in Brüssel

Zurück ins Jahr 2006. Ein engagierter erster Wahlkampf. Stolze knapp 30 Prozent. Aber dennoch sehr eng, weil noch nicht die prozentuale, sondern die Auszählung nach absoluten Stimmen bei der Zweitauszählung galt und der Wahlkreis Göppingen in der Bevölkerungszahl immer mehr abrutschte. Im Stuttgarter Landtag vertrat ich in meiner ersten Wahlperiode von 2006 bis 2011 die SPD im Europaausschuss, dort als deren Sprecher, und im Ständigen Ausschuss, dort als Datenschutz-Sprecher, sowie später im Wirtschaftsausschuss. Dort setzte ich als industriepolitischer Sprecher Akzente für die industrielle Selbstbehauptung unseres Landes und für mehr technologieintensive Unternehmensgründungen. Ende März 2011 wurde ich bei den Landtagswahlen mit rund 26,5 Prozent im Wahlkreis Göppingen erneut in den Landtag gewählt. Trotz des insgesamt ernüchternden Gesamtergebnisses für die SPD im Lande immerhin das zweitbeste SPD-Ergebnis in Nordwürttemberg. Meine Aufgaben wuchsen: Der Europaausschuss wählte mich zu seinem Vorsitzenden und ich erhielt eine erste eine herausgehobene parlamentarische Verantwortung für unser Land. Dazu war ich Mitglied im neuformierten Finanz- und Wirtschaftsausschuss, damit auch für die arbeitsintensiven Haushaltsberatungen verantwortlich. Dazu kamen der Verwaltungsrat für die württembergischen Staatstheater, der Aufsichtsrat der Landesmesse, der Stiftungsrat der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit und der Beirat Baden Württemberg International. Im Juli 2011 ernannte mich die Landesregierung zum ‚Beauftragten für Mittelstand und Handwerk‘, angesiedelt im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft. Eine rasante Zeit begann, in der ich im Lande sehr präsent war, im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Maßstäbe setzte und die Mittelstandspolitik unseres Landes und unserer Regierung profilieren konnte. Mit dem Februar 2015 war ich dann ganz auf der Regierungsseite angekommen. Der Ministerpräsident berief mich auf Vorschlag von Nils Schmid zum Staatssekretär für Finanzen und Wirtschaft. Mich begeisterte die Reichweite der damit verbundenen Aufgaben. Besonders kümmerte ich mich weiterhin um die Mittelstandsförderung, aber nun auch um Städtebau und Denkmalschutz, Finanzämter und Liegenschaften, Handwerk und neue Dienstleister, Schlösser und Gärten wie auch die Beteiligungen unseres Landes. Der Abschied nach der Wahlniederlage 2016, ein zumindest in dieser Größenordnung unverdienter Keulenschlag der Wählerinnen und Wähler,  fiel mir schwer, sicher auch politisch, aber mehr wegen der für mich erfüllenden administrativen Praxis in einem großartigen Ministerium.

Ernennung zum Staatssekretär für Finanzen und Wirtschaft.

DRK Ehrungen in 2015
DRK Ehrungen in 2015

Mein Engagement geht freilich über die Politik hinaus. Klassensprecher, Schülerzeitungsredakteur und Jugendtrainer, Soldatensprecher und Wohnheimsprecher früher, in der IBM-Zeit Vertreter des Unternehmens in Verbandsgremien, heute Präsident des DRK-Kreisverbandes Göppingen, zeitweise Vorsitzender des Finanzausschusses und Schatzmeister beim Landesverband des DRK.Dem DRK gehört ein erheblicher Teil meiner freien Zeit. Ich bin stolz, was wir im Kreisverband Göppingen alles an Richtungsweisendem angestoßen haben. Den Kirchen und dem Sport fühle ich mich besonders verbunden. Ich engagiere mich im Kuratorium der katholischen Akademie Hohenheim, dem Stiftungsvorstand Haus Lindenhof, lange Jahre auch im Vorstand der Sport-Region sowie bis heute als Vorsitzender des Sportbeirats der SPD Baden-Württemberg. Aus dem Landtagsmandat heraus bin ich auch in mir wichtigen Gremien, wie der Steinbeis-Stiftung oder der Akademie Schloss Solitude und dem Beirat des Theaterhauses. Damit unterstreiche ich übrigens auch meine Stuttgart-Präsenz, die mir in einer Stadt, die derzeit leider keine eigenen SPD-MdLs hat, sehr wichtig ist.

Am Ende und unter dem Strich wiegen die persönlichen und familiären Bezüge meines bisherigen Lebens aber ungleich schwerer. Aller Werdegang ist nicht so wichtig wie mein größtes Glück: meine Familie. Mit meiner Frau Ingrid Katz-Hofelich bin ich seit 2004 verheiratet. Anna-Helena, geboren 2004, und Sophie Emilia, geboren 2005, sind wunderbare Töchter. Sie sind beginnende Teenager und machen uns jeden Tag neugierig auf Neues. Wir sind stolz, unseren ‚Anbuk‘, einen Leonberger, in der Familie zu haben und freuen uns über unseren neuen Zuwachs ‚Candy‘, ein Pferd, das unsere Töchter täglich pflegen. Wir freuen uns, dass wir seit nunmehr 10 Jahren das Glück haben, in einem eigenen Haus zu leben und eine gute Nachbarschaft zu haben. Und ich freue mich natürlich, dass ich auch in reiferen Jahren noch ein glücklicher Ehemann und stolzer Vater sein darf, gesundheitlich fit bin, mitten im Leben stehe und mich für meine Nächsten wie meine Mitbürger einsetzen kann.